In der über 50jährigen Geschichte unserer Kapelle gab es zahlreiche Höhepunkte, die wir hier zusammengefasst haben. Falls Du über die Geschichte noch mehr erfahren möchtest, fragt doch beim nächsten Konzert einfach den Obmann oder Kapellmeister oder die Marketenderinnen: wir haben zum 50ig jährigen Jubiläum eine Festschrift gemacht, die noch viel mehr Details enthält.

Vorgeschichte

Verschiedene Musikgruppen und Blaskapellen gab es in Baumgarten etwa seit den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Als erste Blaskapelle kann eine Gruppe unter der Leitung des Flügelhornisten Johann Gregorits (1897 – 1974) aus Klingenbach um 1930 genannt werden. Das Repertoire umfasste Märsche, Walzer, Ländler und Polkas. Die Besetzung der 13 Mann starken Kapelle bestand nicht nur aus Blasinstrumenten und Schlagzeug, sondern auch aus Streichern (wie auch in der Militärmusik üblich gewesen).

In dieser Zeit entstand auch eine Tanzkapelle mit dem Namen „Die Jazz von Baumgarten“. Der Name hatte nichts mit der musikalischen Richtung zu tun, sondern entsprach eher der damaligen Bezeichnung für moderne Unterhaltungsmusik. Mit dem Beginn des 2. Weltkrieges lösten sich beide Kapellen auf.

1947 gründete Rudolf Hausmann, geboren in Baumgarten, eine eigene Tanzkapelle, aus der sich eine Blaskapelle mit zunächst 12 Musikern entwickelte. Rudolf Hausmann erhielt Unterricht in Violine und Querflöte und lernte als Autodidakt Tenorhorn und Trompete, um selbst unterrichten zu können und die fehlenden Instrumente zu besetzten. Diese Formation bestand bis 1954.

Gründung

Von 1956 bis 1962 wirkte Hausmann und andere Baumgartner (Johann Ferenczi und Franz Bobich) unentgeltlich in der Nachbargemeinde Schattendorf beim örtlichen Musikverein „Frisch Auf“ mit.

Damals wurden Gedanken laut, einen ortseigenen Musikverein zu gründen. Neben den Musikern R. Hausmann, J. Ferenczi und F. Bobich nahmen Dank der Mithilfe von Rudolf Reiterich, Rudlf Radits, Ladislaus Hojas und einigen anderen die Gründungsgedanken reale Formen an.

Im Jahre 1962 wurde der Wunsch nach einer eigenen Blasmusikkapelle wieder grösser und Rudolf Hausmann gründete daraufhin eine Jugendkapelle. Eltern und Kinder wurden damals zu einem ersten Gespräch eingeladen und über Kosten für Instrumente, Notenständer und Notenschulen informiert. Hausmann unterrichtete die Schüler selbst und bereits nach einem Jahr intensiven Probens trat man das erste Mal in der Öffentlichkeit auf (mit drei Stücken: dem Marsch “In die weite Welt”, der “Bozena” Polka und einem selbst arrangierten Stück “Schneewitchen und die sieben Zwerge”).

Am 26. Mai 1963 kam es dann zur formellen Gründung des Musikvereines “Heimattreue” Baumgarten. Da viele Vereine in der Umgebung Beinamen trugen, wählte auch Rudolf Hausmann einen. Heimattreue wurde vom gleichnamigen Marsch von Hans Kliment abgeleitet und war und ist zugleich Zeichen für die Kameradschaft und Treue zum Verein. Laut einem Zeitungsbericht hatte der Verein damals schon 95 unterstützende Miglieder. Im selben Jahr (am 23. Juni) wurde der Verein in den Burgenländischen Blasmusikverband aufgenommen.

Der Verein bestand neben R. Hausmann aus 8 Jungmusikern und 4 Musikern der alten Blasmusik. Der Obmann war Rudolf Reiterich. Der erste Auftritt ausserhalb Baumgartens was im September 1964 beim Marschwertungsspiel in Donnerskirchen. Bereits 1964 wurde die Jugendkapelle erstmals einheitlich eingekleidet. Die blauen Uniformen wurden von den örtlichen Schneidermeistern S. Juraszovich und V. Fischer angefertigt. Der erste Auftritt mit den neuen Uniformen war am Vorabend des 1. Mai 1964.

Die musikalische Umrahmung von Veranstaltungen und Festen, ob für Gemeinde, Kirche, Feuerwehr, Sportverein, politische Parteien und Vereine, bei Hochzeiten und Begräbnissen, Primizfeiern, Einweihungen von öffentlichen Gebäuden oder Geräten – die Jugendkapelle war immer für die musikalische Umrahmung verantwortlich.

Im Jahre 65, als die Kapelle mit dem gesamten mitmarschierenden Ausschuss am Jugendmusiktreffen in Frauenkirchen teilnahm, wurde man im Lande auf die Baumgartner Musiker aufmerksam. Nicht minder erfolgreich war der Auftritt mit den Landesjugendkapellen und der Kapelle aus Bad Kissingen beim Sternmarsch auf der Weinkost in Eisenstadt. Durch regelmäßiges Proben konnte das musikalische Niveau deutlich gehoben werden.

Beim dritten Jungmusikertreffen am 18. September in Baumgarten konnte der Verein bei insgesamt 7 teilnehmenden Vereinen in der Konzert- und Marschbewertung den 1. Rang erringen. Dies konnte beim 9. Treffen, wieder in Baumgarten, wiederholt werden.

Ein Höhepunkt 1969 war das Kurkonzert im Musikpavillon des Kurparkes Sauerbrunn, zu dem folgendes Programm dargeboten wurde.[/vc_column_text][/vc_tta_section]

[vc_tta_section title=“   70er Jahre“ tab_id=“1609585981059-99c335e5-d019″][vc_column_text]Zu Beginn der 70er Jahre wurde der Musikverein zum zweiten mal neu eingekleidet. Es war dies eine burgenländisch-kroatische Tracht. Der Beweis des steigenden Niveaus der Jugendkapelle wurde beim Konzertwertungsspiel 1971 in der nächsthöheren Stufe (Mittelstufe) mit dem 1. Rang mit Auszeichung erbracht.

Besonders erwähnenswert ist das Jahr 1973, wo die Kapelle in der Schwierigkeitsstufe C (Oberstufe) einen 1. Rang erreichte. Das 10-jährige Bestandsjubiläum feierte der Verein im Rahmen des 13. Bezirksmusikertreffens erst ein Jahr später im Mai 1974, da 1973 alle Veranstaltungen aufgrund der Maul- und Klauenseuche abgesagt werden mussten. Die erste Auslandsreise im Jahr 1974 war ein dreitägiger Aufenthalt in Peer (Ungarn), zusammen mit der Tamburizza Baumgarten.

Von 1977 bis 1980 wurde die Probenarbeit ein wenig reduziert und die Nachwuchsarbeit vernachlässigt. Der Grund lag darin, dass man keine eigenes festes Probenlokal besass und deshalb zwischen Gasthaus und Pfarrheim pendeln musste. Die örtlichen Veranstaltungen wurden aber nach wie vor vom Musikverein mitgestaltet. Man war sich der schwierigen Situation bewusst und man hatte auch einige Ideen die Vereinsituation wieder zu beleben. Durch die Öffnung der Musikschule Schattendorf, Filiale Drassburg-Baumgarten, war ein Möglichkeit da, die jungen Musiker in nahen Musikschule durch Fachkräfte ausbilden zu lassen. Nach wie vor wurde ein Teil der Musiker noch von aktiven Musikern selbst unterrichtet. Die notwendigen Instrumente wurden vom Musikverein zur Verfügung gestellt.

Die ersten 20 Jahre des Vereins sind geprägt vom Aufbau der Kapelle und von der zahlenmässigen Festigung der ausübenden Mitglieder. Wesentlich war bei dieser Konsolidierung die Steigerung des Ansehens in der Öffentlichkeit und die Wertschätzung in Gemeinde und Gemeinschaft. Für diese positive Entwicklung hat sicher die harmonische Zusammenarbeit zwischen dem Kapellmeister Rudolf Hausmann und den einzelnen Obmännern beigetragen. Zahlreiche Mitgliedsbeitritte festigen auch die finanzielle Grundlage und weitere Vereinsveranstaltungen.[/vc_column_text][/vc_tta_section]

[vc_tta_section title=“   1980er Jahre“ tab_id=“1609586125562-f5e5735b-e8b0″][vc_column_text]Anfang der 1980er wurde der Musikverein zum dritten mal neu eingekleidet. 1981 wechselste der Verein wieder einmal sein Probelokal, und zwar in die leerstehnde ehemalige Volksschule. Erstmals wurde auch ein Präsident an die Spitze des Vereins gestellt. Dies geschah in der Person des Baumeisters Ing. Karl Schiller, der dem Verein repräsentativ und innovativ neue Impulse gab.

20 – jähriges Bestandsjubiläum

Vom 21. – 22. Mai 1983 fand das 20-jährige Bestandsjubiläum des Musikvereines statt. Am ersten Abend wurden sieben neue Jungmusiker offiziell in den Verein aufgenommen. Das Blasmusiktreffen wurde ebenfalls am 22. Mai in Baumgarten abgehalten, wobei die Gastkapellen am Platz vor dem Gasthaus Franschitz empfangen wurden und danach zum Festplatz am Sportplatz marschierten. Dort wurden die Ehrungen einiger Musiker vorgenommen und ein gemeinsames Konzert aller beteiligten Blaskapellen. Das Jubiläum war ein voller Erfolg, nicht zuletz wegen der regen Anteilnahme der Baumgartner Bevölkerung.

Bau des Musikheimes

Das Jahr 1984 war für die Geschichte des Musikvereins ein bemerkenswertes Jahr. Seit der Gründung besass der Musikverein kein eigenes Probelokal und die Räume, in denen geprobt wurde, waren entweder zu klein oder akustisch unzumutbar. Nach Abwägen aller in Frage kommenden Möglichkeiten (Kauf oder Sanierung der alten Volksschule) entschloss sich der Vorstand des Musikvereins in der Vorstandsitzung, am 6. Jänner 1984, zuerst die Bauplatzfrage zu klären und später dem endgültigen “Ja” zum Bau eines Musikerheimes zuzustimmen.

Der Bauplatz wurde von der Urbarialgemeinde Baumgarten erworben. Somit stand dem Bau nichts mehr im Wege und am 16. September nahm man den Spatenstich auf dem Grundstück in der Klostergasse vor. Auch nicht der strömende Regen konnte die vielen interessierten Zuschauer und Gäste davon abhalten, bei dieser Feier anwesend zu sein.

Mit beispiellosem Einsatz, mit Unterstützung der Bevölkerung und mit finanzieller Hilfe der Gemeinde und des Landes wurde das neue Musikerheim bereits nach 20 Monaten Bauzeit mit einem 3-tägigen Fest im August 1986 feierlich eröffnet. Das Musikerheim wurde mit sehr viel Idealismus seitens der Musiker und freiwilliger Helfer erbaut.

1984 war auch der Beginn der bis heute andauernden Freundschaft mit dem Musikverein Baisingen aus Deutschland. Näheres dazu finden Sie hier.

25-jähriges Bestandsjubiläum
Anlässlich des Jubiläums fand am 24. April 1988 ein Tag der offenen Tür im Musikerheim statt. Dabei wurden alle Instrumente einer Blaskapelle vorgestellt und Kinder und Jugendliche durften einzelne Instrumente ausprobieren. Anschliessend zeigte man noch eine Videovorführung über Veranstaltungen des Vereines. Ein schönes Jubiläumsgeschenk machte sich die Kapelle mit der Rundfunkaufnahme am 1. Juli in Eisenstadt, bei dem vier selbst komponierte Stücke aufgenommen wurden. Im September des selben Jahres fand natürlich das obligatorische 3-tägige Fest mit Bezirksmusikertreffen statt.[/vc_column_text][/vc_tta_section]

[vc_tta_section title=“   1990er Jahre“ tab_id=“1609586301068-d2f07e19-ad0b“][vc_column_text]

Übergabe Kapellmeistertätigkeit

Nach 27 Jahren Tätigkeit als Kapellmeister übergab Rudolf Hausmann auf der Generalversammlung im März 1990 die Aufgaben des Kapellmeisters an seinen damaligen Stellvertreter Mag. Ewald Ivanschitz. Das Osterkonzert, welches heute Frühjahrskonzert (Pfingstkonzert) genannt wird und das Martinikonzert sind seit damals die zwei Höhepunkte des Musikvereines jedes Jahr.

Musikerheimzubau

1992 plante man das bestehende Musikheim zu vergrößern, um die geplanten Veranstaltungen (Konzerte, Theater, Seminare, Tagungen usw.) mit den zu erwartenden größeren Zuschauerzahlen ordnungsgemäß durchführen zu können. Der Zubau betrug 7 Meter und wurde im Proberaum als Bühne geplant, die aus einer mobilen Stahlkonstruktion besteht. Auch der Keller wurde durch zusätzliche Sanitäranlagen und einem neuen Proberaum erweitert. Der Konzertsaal fasst jetzt ca. 130 Sitzplätze (welche bei jedem Konzert auf dringend benötigt werden).

Durch die hohen Besucherzahlen bei Konzerten und anderen Veranstaltungen (z.B. ORF Live-Frühschoppen) erwies sich der Zubau als sehr nützlich, denn das Ansehen der Kapelle in der Ortschaft und im Bezirk urde in den letzten Jahren sehr gesteigert. So wurde zum Beispiel im Jahr 1997 eine CD mit den Musikkapellen des Bezirkes aufgenommen, wobei das Musikheim als Aufnahmestudio zur Verfügung gestellt wurde.

30- und 35-jährige Jubiläen

1993 und 1998 wurden wie gewohnt mehrtägige Feste organisiert, die mit Festkonzerten, Bezirksmusikertreffen und Marschmusikbewertungen umrahmt wurden.[/vc_column_text][/vc_tta_section]

[vc_tta_section title=“   2000er Jahre“ tab_id=“1609586325821-ec960b3f-2aed“][vc_column_text]Der Musikverein hat sich durch die konstruktive und konsequente Arbeit in den 90-er Jahren zu einem soliden Klangkörper entwickelt. Die regelmäßige und vor allem äußerst erfolgreiche Teilnahme an Wertungsspielen für Konzert- und Marschmusik sowie die Möglichkeiten die durch das erweiterte Musikheim geschaffen wurden, begannen Früchte zu tragen. Daneben versuchte man, durch gediegene Nachwuchsarbeit das musikalische Niveau sowohl qualitativ als auch quantitativ zu erhalten.

Mitten in diese erfolgreiche Ära platzte die Ankündigung vom damaligen Kapellmeister Mag. Ewald Ivanschitz, nach der Generalversammlung im Frühjahr 2002 nicht mehr zur Verfügung zu stehen, wie eine Bombe. Immerhin war er am musikalischen Höhenflug in den 90-er Jahren maßgeblich beteiligt. Mit dem Ziel, einen möglichst kontinuierlichen Übergang bzw. Wechsel zu schaffen, bemühte sich eine Arbeitsgruppe mit Obmann und den beiden stellvertretenden Kapellmeistern um einen neuen Kapellmeister. Ein Vorhaben, welches sich als sehr anspruchsvoll erwies.
Wie so oft im Leben war es auch diesmal ein eher zufälliger Hinweis eines Vereinskollegen, dass Johannes Dorfmeister aus Walbersdorf gewillt wäre, einen Versuch als musikalischer Leiter zu wagen. Seit Juni 2002 liegen also die musikalischen Geschicke des Vereines in seinen Händen. Nach einjähriger Pause hat man im Herbst 2003 wieder das Wertungsspiel für Konzertmusik besucht. Die Teilnahme an Marschmusikwertungen, Bezirksveranstaltungen sowie die beiden traditionellen Konzerte wurden ohne größere Unterbrechungen weitergeführt.

Nach der Konsolidierung bei der musikalischen Leitung hat man in den letzten Monaten wieder verstärkt die Jugendarbeit ins Visier genommen.

Obige Vorhaben wurden bzw. werden nicht zuletzt mit dem Ziel verfolgt, dass der Musikverein aus dem gesellschaftlichen und kulturellen Leben der Gemeinde, des Bezirkes und des Landes praktisch nicht mehr wegzudenken ist.

Im Jahr 2008 stand das 45jährige Bestandsjubiläum auf dem Plan. Es wurde ein Bezirksblasmusikertreffen ausgerichtet, bei dem zahlreiche Musikvereine vertreten waren. Im Rahmen des Jubiläums wurde eine Marschwertung abgehalten, bei dem der Musikverein „Heimattreue“ Baumgarten einen Ausgezeichneten Erfolg in der Kunststufe (E) erreichen konnte. Dieser herrausragende Erfolge war gleichzeitig der letzte Auftritt unseres langjährigen Stabführers Ernst Braunshier. Er hat die Agenden an Harald Rojatz übergeben, der das Amt nun seit 2008 erfolgreich ausübt.

Neben den Fixpunkten im Jahresablauf – dazu zählen 2 Konzerte, Konzert- und Marschmusikbewertung – wird vom Musikverein musikalische Unterhaltung jeder Art geboten. Als nächster Höhepunkt ist sicher das 50-jährige Bestandsjubiläum zu nennen, das im Sommer 2013 über die Bühne gehen wird.[/vc_column_text][/vc_tta_section]

[vc_tta_section title=“   2010er Jahre bis heute“ tab_id=“1609586347690-38bc884c-90da“][vc_column_text]…in Kürze gibt es hier was zu lesen[/vc_column_text][/vc_tta_section][/vc_tta_accordion][/vc_column][/vc_row]

70er Jahre

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Von 1956 bis 1962 wirkte Hausmann und andere Baumgartner (Johann Ferenczi und Franz Bobich) unentgeltlich in der Nachbargemeinde Schattendorf beim örtlichen Musikverein „Frisch Auf“ mit.

Damals wurden Gedanken laut, einen ortseigenen Musikverein zu gründen. Neben den Musikern R. Hausmann, J. Ferenczi und F. Bobich nahmen Dank der Mithilfe von Rudolf Reiterich, Rudlf Radits, Ladislaus Hojas und einigen anderen die Gründungsgedanken reale Formen an.

Im Jahre 1962 wurde der Wunsch nach einer eigenen Blasmusikkapelle wieder grösser und Rudolf Hausmann gründete daraufhin eine Jugendkapelle. Eltern und Kinder wurden damals zu einem ersten Gespräch eingeladen und über Kosten für Instrumente, Notenständer und Notenschulen informiert. Hausmann unterrichtete die Schüler selbst und bereits nach einem Jahr intensiven Probens trat man das erste Mal in der Öffentlichkeit auf (mit drei Stücken: dem Marsch “In die weite Welt”, der “Bozena” Polka und einem selbst arrangierten Stück “Schneewitchen und die sieben Zwerge”).

 

 

 

 

Am 26. Mai 1963 kam es dann zur formellen Gründung des Musikvereines “Heimattreue” Baumgarten. Da viele Vereine in der Umgebung Beinamen trugen, wählte auch Rudolf Hausmann einen. Heimattreue wurde vom gleichnamigen Marsch von Hans Kliment abgeleitet und war und ist zugleich Zeichen für die Kameradschaft und Treue zum Verein. Laut einem Zeitungsbericht hatte der Verein damals schon 95 unterstützende Miglieder. Im selben Jahr (am 23. Juni) wurde der Verein in den Burgenländischen Blasmusikverband aufgenommen.

Der Verein bestand neben R. Hausmann aus 8 Jungmusikern und 4 Musikern der alten Blasmusik. Der Obmann war Rudolf Reiterich. Der erste Auftritt ausserhalb Baumgartens was im September 1964 beim Marschwertungsspiel in Donnerskirchen. Bereits 1964 wurde die Jugendkapelle erstmals einheitlich eingekleidet. Die blauen Uniformen wurden von den örtlichen Schneidermeistern S. Juraszovich und V. Fischer angefertigt. Der erste Auftritt mit den neuen Uniformen war am Vorabend des 1. Mai 1964.

Die musikalische Umrahmung von Veranstaltungen und Festen, ob für Gemeinde, Kirche, Feuerwehr, Sportverein, politische Parteien und Vereine, bei Hochzeiten und Begräbnissen, Primizfeiern, Einweihungen von öffentlichen Gebäuden oder Geräten – die Jugendkapelle war immer für die musikalische Umrahmung verantwortlich.

Im Jahre 65, als die Kapelle mit dem gesamten mitmarschierenden Ausschuss am Jugendmusiktreffen in Frauenkirchen teilnahm, wurde man im Lande auf die Baumgartner Musiker aufmerksam. Nicht minder erfolgreich war der Auftritt mit den Landesjugendkapellen und der Kapelle aus Bad Kissingen beim Sternmarsch auf der Weinkost in Eisenstadt. Durch regelmäßiges Proben konnte das musikalische Niveau deutlich gehoben werden.

Beim dritten Jungmusikertreffen am 18. September in Baumgarten konnte der Verein bei insgesamt 7 teilnehmenden Vereinen in der Konzert- und Marschbewertung den 1. Rang erringen. Dies konnte beim 9. Treffen, wieder in Baumgarten, wiederholt werden.

Ein Höhepunkt 1969 war das Kurkonzert im Musikpavillon des Kurparkes Sauerbrunn, zu dem folgendes Programm dargeboten wurde.[/vc_column_text][/vc_tta_section][vc_tta_section title=“   70er Jahre“ tab_id=“1609585981059-99c335e5-d019″][vc_column_text]Zu Beginn der 70er Jahre wurde der Musikverein zum zweiten mal neu eingekleidet. Es war dies eine burgenländisch-kroatische Tracht. Der Beweis des steigenden Niveaus der Jugendkapelle wurde beim Konzertwertungsspiel 1971 in der nächsthöheren Stufe (Mittelstufe) mit dem 1. Rang mit Auszeichung erbracht.

Besonders erwähnenswert ist das Jahr 1973, wo die Kapelle in der Schwierigkeitsstufe C (Oberstufe) einen 1. Rang erreichte. Das 10-jährige Bestandsjubiläum feierte der Verein im Rahmen des 13. Bezirksmusikertreffens erst ein Jahr später im Mai 1974, da 1973 alle Veranstaltungen aufgrund der Maul- und Klauenseuche abgesagt werden mussten. Die erste Auslandsreise im Jahr 1974 war ein dreitägiger Aufenthalt in Peer (Ungarn), zusammen mit der Tamburizza Baumgarten.

Von 1977 bis 1980 wurde die Probenarbeit ein wenig reduziert und die Nachwuchsarbeit vernachlässigt. Der Grund lag darin, dass man keine eigenes festes Probenlokal besass und deshalb zwischen Gasthaus und Pfarrheim pendeln musste. Die örtlichen Veranstaltungen wurden aber nach wie vor vom Musikverein mitgestaltet. Man war sich der schwierigen Situation bewusst und man hatte auch einige Ideen die Vereinsituation wieder zu beleben. Durch die Öffnung der Musikschule Schattendorf, Filiale Drassburg-Baumgarten, war ein Möglichkeit da, die jungen Musiker in nahen Musikschule durch Fachkräfte ausbilden zu lassen. Nach wie vor wurde ein Teil der Musiker noch von aktiven Musikern selbst unterrichtet. Die notwendigen Instrumente wurden vom Musikverein zur Verfügung gestellt.

Die ersten 20 Jahre des Vereins sind geprägt vom Aufbau der Kapelle und von der zahlenmässigen Festigung der ausübenden Mitglieder. Wesentlich war bei dieser Konsolidierung die Steigerung des Ansehens in der Öffentlichkeit und die Wertschätzung in Gemeinde und Gemeinschaft. Für diese positive Entwicklung hat sicher die harmonische Zusammenarbeit zwischen dem Kapellmeister Rudolf Hausmann und den einzelnen Obmännern beigetragen. Zahlreiche Mitgliedsbeitritte festigen auch die finanzielle Grundlage und weitere Vereinsveranstaltungen.[/vc_column_text][/vc_tta_section][vc_tta_section title=“   1980er Jahre“ tab_id=“1609586125562-f5e5735b-e8b0″][vc_column_text]Anfang der 1980er wurde der Musikverein zum dritten mal neu eingekleidet. 1981 wechselste der Verein wieder einmal sein Probelokal, und zwar in die leerstehnde ehemalige Volksschule. Erstmals wurde auch ein Präsident an die Spitze des Vereins gestellt. Dies geschah in der Person des Baumeisters Ing. Karl Schiller, der dem Verein repräsentativ und innovativ neue Impulse gab.

20 – jähriges Bestandsjubiläum

Vom 21. – 22. Mai 1983 fand das 20-jährige Bestandsjubiläum des Musikvereines statt. Am ersten Abend wurden sieben neue Jungmusiker offiziell in den Verein aufgenommen. Das Blasmusiktreffen wurde ebenfalls am 22. Mai in Baumgarten abgehalten, wobei die Gastkapellen am Platz vor dem Gasthaus Franschitz empfangen wurden und danach zum Festplatz am Sportplatz marschierten. Dort wurden die Ehrungen einiger Musiker vorgenommen und ein gemeinsames Konzert aller beteiligten Blaskapellen. Das Jubiläum war ein voller Erfolg, nicht zuletz wegen der regen Anteilnahme der Baumgartner Bevölkerung.

Bau des Musikheimes

Das Jahr 1984 war für die Geschichte des Musikvereins ein bemerkenswertes Jahr. Seit der Gründung besass der Musikverein kein eigenes Probelokal und die Räume, in denen geprobt wurde, waren entweder zu klein oder akustisch unzumutbar. Nach Abwägen aller in Frage kommenden Möglichkeiten (Kauf oder Sanierung der alten Volksschule) entschloss sich der Vorstand des Musikvereins in der Vorstandsitzung, am 6. Jänner 1984, zuerst die Bauplatzfrage zu klären und später dem endgültigen “Ja” zum Bau eines Musikerheimes zuzustimmen.

Der Bauplatz wurde von der Urbarialgemeinde Baumgarten erworben. Somit stand dem Bau nichts mehr im Wege und am 16. September nahm man den Spatenstich auf dem Grundstück in der Klostergasse vor. Auch nicht der strömende Regen konnte die vielen interessierten Zuschauer und Gäste davon abhalten, bei dieser Feier anwesend zu sein.

Mit beispiellosem Einsatz, mit Unterstützung der Bevölkerung und mit finanzieller Hilfe der Gemeinde und des Landes wurde das neue Musikerheim bereits nach 20 Monaten Bauzeit mit einem 3-tägigen Fest im August 1986 feierlich eröffnet. Das Musikerheim wurde mit sehr viel Idealismus seitens der Musiker und freiwilliger Helfer erbaut.

1984 war auch der Beginn der bis heute andauernden Freundschaft mit dem Musikverein Baisingen aus Deutschland. Näheres dazu finden Sie hier.

25-jähriges Bestandsjubiläum
Anlässlich des Jubiläums fand am 24. April 1988 ein Tag der offenen Tür im Musikerheim statt. Dabei wurden alle Instrumente einer Blaskapelle vorgestellt und Kinder und Jugendliche durften einzelne Instrumente ausprobieren. Anschliessend zeigte man noch eine Videovorführung über Veranstaltungen des Vereines. Ein schönes Jubiläumsgeschenk machte sich die Kapelle mit der Rundfunkaufnahme am 1. Juli in Eisenstadt, bei dem vier selbst komponierte Stücke aufgenommen wurden. Im September des selben Jahres fand natürlich das obligatorische 3-tägige Fest mit Bezirksmusikertreffen statt.[/vc_column_text][/vc_tta_section][vc_tta_section title=“   1990er Jahre“ tab_id=“1609586301068-d2f07e19-ad0b“][vc_column_text]

Übergabe Kapellmeistertätigkeit

Nach 27 Jahren Tätigkeit als Kapellmeister übergab Rudolf Hausmann auf der Generalversammlung im März 1990 die Aufgaben des Kapellmeisters an seinen damaligen Stellvertreter Mag. Ewald Ivanschitz. Das Osterkonzert, welches heute Frühjahrskonzert (Pfingstkonzert) genannt wird und das Martinikonzert sind seit damals die zwei Höhepunkte des Musikvereines jedes Jahr.

Musikerheimzubau

1992 plante man das bestehende Musikheim zu vergrößern, um die geplanten Veranstaltungen (Konzerte, Theater, Seminare, Tagungen usw.) mit den zu erwartenden größeren Zuschauerzahlen ordnungsgemäß durchführen zu können. Der Zubau betrug 7 Meter und wurde im Proberaum als Bühne geplant, die aus einer mobilen Stahlkonstruktion besteht. Auch der Keller wurde durch zusätzliche Sanitäranlagen und einem neuen Proberaum erweitert. Der Konzertsaal fasst jetzt ca. 130 Sitzplätze (welche bei jedem Konzert auf dringend benötigt werden).

Durch die hohen Besucherzahlen bei Konzerten und anderen Veranstaltungen (z.B. ORF Live-Frühschoppen) erwies sich der Zubau als sehr nützlich, denn das Ansehen der Kapelle in der Ortschaft und im Bezirk urde in den letzten Jahren sehr gesteigert. So wurde zum Beispiel im Jahr 1997 eine CD mit den Musikkapellen des Bezirkes aufgenommen, wobei das Musikheim als Aufnahmestudio zur Verfügung gestellt wurde.

30- und 35-jährige Jubiläen

1993 und 1998 wurden wie gewohnt mehrtägige Feste organisiert, die mit Festkonzerten, Bezirksmusikertreffen und Marschmusikbewertungen umrahmt wurden.[/vc_column_text][/vc_tta_section][vc_tta_section title=“   2000er Jahre“ tab_id=“1609586325821-ec960b3f-2aed“][vc_column_text]Der Musikverein hat sich durch die konstruktive und konsequente Arbeit in den 90-er Jahren zu einem soliden Klangkörper entwickelt. Die regelmäßige und vor allem äußerst erfolgreiche Teilnahme an Wertungsspielen für Konzert- und Marschmusik sowie die Möglichkeiten die durch das erweiterte Musikheim geschaffen wurden, begannen Früchte zu tragen. Daneben versuchte man, durch gediegene Nachwuchsarbeit das musikalische Niveau sowohl qualitativ als auch quantitativ zu erhalten.

Mitten in diese erfolgreiche Ära platzte die Ankündigung vom damaligen Kapellmeister Mag. Ewald Ivanschitz, nach der Generalversammlung im Frühjahr 2002 nicht mehr zur Verfügung zu stehen, wie eine Bombe. Immerhin war er am musikalischen Höhenflug in den 90-er Jahren maßgeblich beteiligt. Mit dem Ziel, einen möglichst kontinuierlichen Übergang bzw. Wechsel zu schaffen, bemühte sich eine Arbeitsgruppe mit Obmann und den beiden stellvertretenden Kapellmeistern um einen neuen Kapellmeister. Ein Vorhaben, welches sich als sehr anspruchsvoll erwies.
Wie so oft im Leben war es auch diesmal ein eher zufälliger Hinweis eines Vereinskollegen, dass Johannes Dorfmeister aus Walbersdorf gewillt wäre, einen Versuch als musikalischer Leiter zu wagen. Seit Juni 2002 liegen also die musikalischen Geschicke des Vereines in seinen Händen. Nach einjähriger Pause hat man im Herbst 2003 wieder das Wertungsspiel für Konzertmusik besucht. Die Teilnahme an Marschmusikwertungen, Bezirksveranstaltungen sowie die beiden traditionellen Konzerte wurden ohne größere Unterbrechungen weitergeführt.

Nach der Konsolidierung bei der musikalischen Leitung hat man in den letzten Monaten wieder verstärkt die Jugendarbeit ins Visier genommen.

Obige Vorhaben wurden bzw. werden nicht zuletzt mit dem Ziel verfolgt, dass der Musikverein aus dem gesellschaftlichen und kulturellen Leben der Gemeinde, des Bezirkes und des Landes praktisch nicht mehr wegzudenken ist.

Im Jahr 2008 stand das 45jährige Bestandsjubiläum auf dem Plan. Es wurde ein Bezirksblasmusikertreffen ausgerichtet, bei dem zahlreiche Musikvereine vertreten waren. Im Rahmen des Jubiläums wurde eine Marschwertung abgehalten, bei dem der Musikverein „Heimattreue“ Baumgarten einen Ausgezeichneten Erfolg in der Kunststufe (E) erreichen konnte. Dieser herrausragende Erfolge war gleichzeitig der letzte Auftritt unseres langjährigen Stabführers Ernst Braunshier. Er hat die Agenden an Harald Rojatz übergeben, der das Amt nun seit 2008 erfolgreich ausübt.

Neben den Fixpunkten im Jahresablauf – dazu zählen 2 Konzerte, Konzert- und Marschmusikbewertung – wird vom Musikverein musikalische Unterhaltung jeder Art geboten. Als nächster Höhepunkt ist sicher das 50-jährige Bestandsjubiläum zu nennen, das im Sommer 2013 über die Bühne gehen wird.[/vc_column_text][/vc_tta_section][vc_tta_section title=“   2010er Jahre bis heute“ tab_id=“1609586347690-38bc884c-90da“][vc_column_text]…in Kürze gibt es hier was zu lesen[/vc_column_text][/vc_tta_section][/vc_tta_accordion][/vc_column][/vc_row]

70er Jahre